Das hilft gegen Übergewicht bei Hunden

Immer mehr Hunde leiden heutzutage an Übergewicht. Das kann unterschiedliche Ursachen haben und sowohl an gesundheitlichen Gründen als auch an der falschen Ernährung liegen. Eins ist jedoch klar, das Übergewicht eines Hundes kann schnell gefährlich werden und hat Folgen, die nicht lange auf sich warten lassen. Aus diesem Grund ist es wichtig, zu reagieren und dem Übergewicht des Hundes den Kampf anzusagen.

Den Grund herausfinden

Wichtig ist es natürlich, erst einmal den Grund für das Übergewicht herauszufinden. Auch wenn in den meisten Fällen die falsche Ernährung schuld daran ist, sollte ein plötzliches Übergewicht trotzdem mit dem Tierarzt besprochen werden. Vor allem dann, wenn die tägliche Bewegung und die tägliche Futterration gleich geblieben sind. Ist die Gesundheit schuld an den hinzugekommenen Kilos, so ist es wichtig, gemeinsam mit dem betroffenen Arzt einen Trainings- und Diätplan aufzustellen.

In ca. 90 Prozent der Fälle trägt jedoch der Hundebesitzer die Schuld. Geht man dem Übergewicht seiner Fellnase auf den Grund, so sollten Besitzer also erfahrungsgemäß als Erstes bei sich selbst anfangen.

Typische Ursachen für ein zu hohes Gewicht liegen zu Beispiel bei:

Die Folgen von Übergewicht

Natürlich meinen es viele Hundebesitzer gut mit ihren Lieblingen und können einfach nicht widerstehen, wenn sie mit den großen braunen Augen um Futter angebettelt werden. Hier schwach zu werden kann allerdings leider fatale Folgen mit sich bringen. Das Futter für Hunde sollte auf die natürlichen Bedürfnisse der Tiere angepasst sein. Eis, Soße oder andere Leckereien von uns Menschen passen also auf keinen Fall in den Speiseplan der Hunde. Leider kann das Übergewicht schwere Folgen für die Tiere haben.

Übergewicht belastet auf Dauer die Gelenke der Hunde, was zu Entzündungen und starken Schmerzen führen kann. Des Weiteren wird die Abwehr der Tiere geschwächt, was nicht nur dazu führen kann, dass die Hunde anfälliger für Krankheiten sind. Auch die Lungen- und Zwerchfellfunktionen werden geschwächt.

Des Weiteren sind Hunde mit Übergewicht anfälliger für Tumore und Allergien. Ebenso kann dieses Problem ein Auslöser für Diabetes oder Bluthochdruck sein, was sich somit ebenfalls negativ auf die Nieren, die Leber sowie das Herz auswirkt. Schlimm wird es auch dann, wenn der Hund operiert werden müsste. Denn in einer solchen Situation stecken Tiere, die ein normales Gewicht haben die damit zusammenhängenden Strapazen besser weg. Eine durch das Übergewicht verursachte Vorbelastung könnte in einer solchen Situation im schlimmsten Fall lebensbedrohlich werden.

Folgeschäden von Übergewicht in der Übersicht:

  • Überlastung der Gelenke
  • kann ein Auslöser von Bluthochdruck und Diabetes sein
  • betroffene Hunde sind anfälliger für Tumore und Allergien
  • schädigt die Nieren
  • schädigt die Leber
  • schädigt das Herz
  • schädigt die Lungen
  • schädigt das Zwerchfell
  • niedrigere Lebenserwartung

Klar ist also, dass Hunde mit einem normalen Gewicht eine wesentlich bessere Lebensqualität haben und im Durchschnitt länger leben als übergewichtige Hunde.

Wie kann das Übergewicht bekämpft werden?

Hundebesitzer, dessen Tiere an Übergewicht leiden, sollten aufgrund der gravierenden Folgen schnell eingreifen und nicht unnötig lange warten. Wichtig ist es jetzt jedoch, die Ursache zu klären. Während bei gesundheitlich bedingtem Übergewicht spezielles Futter helfen kann und der Tierarzt die richtige Ansprechperson ist, ist es einfacher, wenn die falsche Ernährung schuld an der Misere ist.

Keine Nulldiät: Nulldiäten sind nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde nur bedingt effektiv. So wird das Gewicht zwar reduziert, kann jedoch oftmals nicht gehalten werden. Außerdem werden nicht nur die Fettreserven, sonder auch die Muskulatur abgebaut.

Keine Leckerchen: Natürlich tut man seinem Hund gerne mal etwas Gutes in Form von Leckerchen und kleinen Snacks. Diese schmecken den Vierbeinern zwar gut, schaden auf Dauer jedoch. Vor allem dann, wenn Hundebesitzer ständig zu den Leckereien greifen. Dazu gehört auch das Mitessen vom Tisch bzw. das Füttern von Essensresten.

Hochwertiges Hundefutter: Das Hundefutter sollte stets eine hochwertige Qualität aufweisen. Nahrung mit einem hohen Fleischanteil hat einen höheren Energieanteil, sodass die Tiere davon eine kleinere Menge benötigen, um alle Bedürfnisse abzudecken. Dieses kann hier in vielen unterschiedlichen Sorten bestellt werden.

Dosierungen beachten: Viele Hundebesitzer meinen es auch bei den einzelnen Futterrationen viel zu gut mit ihren Lieblingen und füttern zu viel Futter.  Lieber kleinere Rationen geben. Zudem ist auf vielen Hundefuttersorten eine Dosierungsempfehlung vermerkt, welche als Richtwert genutzt werden sollte. Pauschal kann gesagt werden, dass die tägliche Ration Hundefutter gleich das Körpergewicht des Hundes durch 30 ist. Während Welpen drei Prozent des Körpergewichts an Futter benötigen, brauchen erwachsene Hunde zwei bis drei Prozent und Senioren aufgrund des verlangsamten Stoffwechsels nur noch zwei Prozent. Zusätzlich sollten erwachsene Hunde nicht mehr als zwei Mahlzeiten am Tag bekommen.

Diätfutter füttern: Viele Tierärzte raten Hundehalten die Fütterung von speziellem Diätfutter, welches es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Sorten gibt. Dieses ist kalorienreduziert, enthält jedoch alle wichtigen Nährstoffe.

Wichtig bei der Diät:

  • hochwertiges Hundefutter
  • keine Leckerli
  • keine Zwischenmahlzeiten
  • nur Hundefutter füttern
  • Dosierung beachten
  • nicht mehr als zwei Mahlzeiten am Tag
  • keine Nulldiät

Die Faustregel zum Abnehmen der Hunde

Wer seinen Hund gesund abnehmen lassen möchte, der sollte das Gewicht nach einer gesunden Faustregel reduzieren.

Bei dieser sollte der Hund in der Woche ca. zwei Prozent von seinem Körpergewicht verlieren, was bei einem Hund von 20 Kilogramm 400 Gramm ausmachen würde. Um dieses Ziel zu erreichen, muss die Kalorienzufuhr gemindert werden und ca. 60 Prozent des Bedarfs, welches der Hund mit einem Idealgewicht bräuchte, betragen.

Fazit

Um dem Hund nicht zu schaden, sollten Hundebesitzer stets dafür sorgen, dass das Futter den Bedarf des Hundes an Vitaminen, Nährstoffen und Energie erfüllt, dabei das Gewicht, solange er Idealgewicht hat, hält. Übergewicht hingegen sollte langsam aber stetig reduziert werden, damit der Hund auch in Zukunft eine gesunde Grundlage hat. So sollten Hundebesitzer sich immer der Verantwortung bewusst sein, welche man mit dem Kauf eines Hundes bekommt und wissen, dass Leckerchen zwar schmecken, zu viel des Guten auf Dauer allerdings mehr schadet als einem lieb ist.

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

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