Die Hundewiese
 

Ernährung

Die ewigwährende Frage der richtigen Hundeernährung

26. Oktober 2011 by Hundewiese in Ernährung with 3 Comments

Bevor ich beginne in das Thema Ernährung von Hunden näher einzusteigen, möchte ich dem Ganzen etwas vorwegnehmen, ehe es hier zu den fast schon üblichen “Auseinandersetzungen” zur wahrhaft richtigen Ernährung des Hundes kommt. ;-) Die einzig richtige Art und Weise, einen Hund zu ernähren, gibt es für mich nicht. Für mich gibt es Hunde, für die das Eine oder das Andere eben besser ist und es gibt für mich eine eigene Überzeugung, die ich vertrete, aber nicht über die Überzeugungen anderer Hundebesitzer stellen muss.

Ernährung von HundenMeine erste Hündin wurde hauptsächlich von Trocken- und Nassfutter (Dose) ernährt. Das war vielmehr die Entscheidung meiner Eltern, zudem habe ich mir mit 12 Jahren noch nicht sehr viele Gedanken um die richtige Ernährung meines Hundes gemacht. Jetzt sieht das ein ganzes Stück anders aus. Das liegt jedoch auch daran, dass unsere Sunny einen ziemlich empfindlichen (oder eben geschundenen) Magen-Darm-Trakt hat und wir mehr oder minder schon deswegen gezwungen waren, uns über eine gute und ausgewogene Ernährung unseres Hundes ausführlichere Gedanken zu machen, als “nur” das magenschonendste Trockenfutter und die besten Futterdosen zu kaufen.

Uns war bereits im Tierheim aufgefallen, dass Sunny zu häufigem Durchfall neigte. Später bemerkten wir oft heftige Blähungen, Mundgeruch und Durchfall. Manchmal wurde es sogar so schlimm, dass Sunny sich nachts mehrmals entledigen musste. Weitere Folgen dieser Magen- und Darm-Problematik bei Sunny waren ein apathisches Verhalten, verminderter Appetit und absolute Unlust. Sunny lag eigentlich nur in der Ecke und wollte auch nicht spielen, was sonst überhaupt nicht ihre Art ist.

Jedes Mal suchten wir unsere Tierärztin auf. Doch auch dort konnte trotz mehrfacher Untersuchungen keine wirkliche Ursache festgestellt werden. Eine Option war, dass es am Futter liegen würde oder Sunny eventuell eine Allergie hätte und so stellten wir vorerst auf magenschonendes Trocken- und Nassfutter um. Doch auch das half nur bedingt. Eine Freundin berichtete uns, dass es ihr mit ihrem Hund auch so ging, bis sie anfing, selbst für den Hund zu kochen.

Ernährung von HundenWir fragten uns erst, wie das wohl funktionieren sollte. Einerseits stellten wir es uns schwierig vor, den Bedarf des Hundes an Vitaminen, Mineralstoffen & Co. tatsächlich abdecken zu können und natürlich war es auch eine Frage des Aufwands, der dafür betrieben werden müsste. Doch die Gesundheit unserer Sunny stand natürlich im Fokus und somit informierten wir uns genauer und probierten wir uns an den ersten selbst gekochten Mahlzeiten für Sunny.

Dazu musste natürlich ersteinmal Fleisch her. Das kauften wir in einem Barf-Shop in der Nähe. Dazu gab es Haferflocken, ein paar abgekochte Kartoffeln und Möhren. Der Napf war im Nu leer und über einige Tage und Wochen hinweg stellten wir positive Veränderungen bei Sunny fest.

  • Sunny hatte kaum bis keinen Durchfall oder Blähungen
  • Sunny´s Fell wurde nach ca. 2 Wochen wesentlich weicher und glänzender (ohne talgig zu werden)
  • Sunny hatte keinen Mundgeruch mehr (spricht für eine ausgewogene Flora)
  • Sunny´s Kot veränderte sich von “fluffig & viel” zu “wenig, fest & braunschwarz”

Diese Veränderungen kann man nur als positiv ansehen und wir sind froh, dass es Sunny gesundheitlich nun wesentlich besser geht.

 Problem bedarfsgerechte Ernährung

So artgerecht und natürlich wir diese Art der Ernährung halten, so stark müssen wir jedoch auch darauf achten, dass Sunny mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralien etc. versorgt ist. Zudem füttern wir ihr das Fleisch nicht roh. Auch das haben wir zwar versucht, jedoch schien das Sunny nicht sehr zu begeistern. Also bleibt es bei

  • gekochtem Fleisch & Fisch (Rind, Geflügel..)
  • frischem Obst und Gemüse (Möhren, Birne, Fenchel, Rote Beete ..)
  • Kohlenhydraten (Kartoffeln, Reis, Haferflocken..)
Balance Fit von TackenbergHinzu kommen jedoch immer wieder noch Futtermittel, mit denen wir Sunny eine Abdeckung Ihres Vitamin-/Mineralstoff-Bedarfs gewähren können. Dazu verlassen wir uns unter anderem auf die Produkte, die es bei Tackenberg zu kaufen gibt. Dort bestellen wir oft Zusätze für Sunny´s Futter oder auch Leckerchen. Besonders gerne kaufen wir dort jedoch das sogenannte “Balance Fit“. Dabei handelt es sich um ein reines Gemüse-Trockenfuttermittel, welches aus
  • Karottenflocken
  • Erbsenflocken
  • Rote Beete-Würfel
  • Kürbiskerne
  • Paprika
  • Luzerne
  • Knoblauch
  • Lauch
besteht. Hinzufügen kann man auch noch eine ganze Palette von Nahrungsergänzungsmitteln - bisher sind wir aber mit der oben aufgeführten Fütterung echt gut gefahren, gestalten dies abwechslungsreich und bekommen auch immer wieder Lob von Sunny´s Tierärztin, wie gut es ihr geht.

Füttern ist kein einfaches Ding

Im Endeffekt möchte ich natürlich niemandem diese Art zu Füttern aufzwingen oder einreden. Es ist eine von vielen Arten zu füttern und unserer Hündin bekommt sie sehr sehr gut. In der Retrospektive können wir nur vermuten, dass die jahrelange Fütterung von reinem Trockenfutter (im Tierheim) für Sunny nicht gerade das Beste war – viel Getreide und sättigendes, aber wenig wertvolles. Im Umkehrschluss vergleiche ich das auch gerne mal mit der Ernährung des Menschen. Wollen wir uns gesund und ausgewogen ernähren, greifen wir auch nicht auf McDonalds, BurgerKing, Subway & Co. zurück (Dose, Trockenfutter..), sondern kochen uns mit frischen Zutaten selbst etwas.

Bildquellen:
Beatriz comiendo arepitas von JunCTionS bei Flickr
Einstein eats a carrot von 4johnny5 bei Flickr 

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3 Kommentare

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    [...] wir das Futter für unsere Sunny selbst zu bereiten und warum wir dies tun, hatte ich ja schon ausführlich beschrieben. Ein weiteres Thema, welches [...]

  3. claudia17. Januar 2012 at 09:37Reply

    “Unser Hund Esko leidet an Lipidstoffwechsel und hat eine sehr niedrige Fetttoleranz. Um ihm eine gute Gesundheit zu bieten, haben wir uns über viele verschiedene Diätfutter für Hunde erkundigt und haben schließlich durch Empfehlungen bei Vetena bestellt. Esko liebt das Royal Canin Gastro Intestinal und es geht ihm blendend. http://www.vetena.de/product_info.php/info/p169_12-kg-Royal-Canin-Gastro-Intestinal-Low-Fat.html

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