Tipps für die Gassirunde mit 2 großen Hunden – von Aufmerksamtkeit bis Kooperation

Wie einige von euch wissen, habe ich zwei Hunde. Eine ältere Dame und einen Rüden im besten Alter von 5 Jahren. Beide sind nicht unbedingt klein (28kg und 40kg) und beide haben so ihre Eigenheiten. Mein Rüde ist ein echter Menschen- und Hundefreund, mag nahezu jeden, ist freundlich und geht Stress lieber aus dem Weg. Das macht das Gassigehen mit ihm sehr entspannt. Andererseits möchte er aber auch am liebsten jeden Hund und jeden Menschen einmal begrüßen und abchecken.

Meine Hündin hingegen ist diejenige, die auch gern mal Konflikte sehr offensiv provoziert. Man könnte meinen, sie findet andere Hunde (außer Pan) einfach sch*** und will am besten mit kaum einem Vierbeiner etwas zu tun haben.

Hin und wieder werde ich gefragt, wie ich das denn mache „so mit 2 großen Hunden an der Leine“. Und ebenso oft kommt die Frage, ob ich die Beiden denn halten kann, „wenn mal was ist“.

Klar, so unberechtigt sind diese Fragen nicht. Nimmt man mal die Situation, der eine Hund bellt andere Hunde an und der zweite Hund möchte das fremde Gegenüber gerne kennenlernen – da ist man schnell schon mal der „Hampelmann“ zwischen beiden Leinen. Wie ich damit umgehe und welche Möglichkeiten ich gefunden habe, dennoch ziemlich entspannte Spaziergänge mit meinen Hunden zu haben, das möchte ich dir hier zeigen.

Selbst völlig dabei sein

Wenn ich mit meinen Hunden Gassi gehe, gehe ich mit meinen Hunden Gassi. Das Smartphone ist zwar dabei, aber nur in der Jackentasche für den Notfall.

Ich finde es nicht nur mit zwei Hunden, sondern auch mit einem Hund wichtig, beim Gassigehen nicht mit etlichen anderen Dingen beschäftigt zu sein.

Mal davon abgsehen, dass man seine Hunde nicht im Blick hat, wenn man ständig auf das Smartphone starrt. Man ist auch nicht bei der Sache.

Mit den Hunden im FreilaufgebietFür mich zählt, dass meine Hunde bei den Spaziergängen meine volle Aufmerksamkeit bekommen. Ganz besonders, wenn sie frei laufen und nicht an der Leine sind.

Das ist wichtig, um ihr Verhalten zu beobachten und um mit ihnen zu kommunizieren. Es ist wichtig, um das Wildschwein hinter dem nächsten Busch (und wir haben hier in Berlin viiiiele davon) nicht erst im letzten Moment zu entdecken.

Und es ist wichtig, um Situationen schon im Voraus zu erkennen und handeln zu können. Typische Beispiele sind entgegenkommende Fahrradfahrer, Kindergartengruppen, Spaziergänger, Jogger oder einfach auch andere Hunde.

Ich möchte weder, dass ein Fahrradfahrer in meine Hunde hinein rast, noch möchte ich, dass sich Jogger oder Kinder unwohl fühlen, an meinen unangeleinten Hunden vorbeigehen zu müssen.

Deswegen hole ich meine Hunde in jenen Situationen immer zu mir heran – auch wenn es ein Freilaufgebiet ist. Dafür benötige ich aber Aufmerksamkeit und die habe ich eben nicht, wenn ich am Smartphone hänge und Nachrichten tippe.

Und leider viel zu oft erlebe ich das Gegenbeispiel. Ein freilaufender Hund kommt uns entgegen und weit und breit kein Halter zu sehen.

Den trifft man dann oft einige hundert Meter weiter, langsam laufend und auf sein Handy starrend. Ganz besonders ätzend, wenn die Hunde sich nicht symphatisch sind.

Rückruf und Leinenführigkeit..üben, üben, üben

Die Leinenführigkeit, als auch der Rückruf, sind für mich 2 essentielle Dinge, die ich auf meinen Spaziergängen immer wieder brauche. Aber sind wir ehrlich, es klappt halt auch nicht immer so vorbildlich wie in der Hundeschule.

Das ist okay – Hunde sind halt auch keine Maschinen – dafür sollte das Ganze aber immer wieder geübt werden. Aufgeben zählt nicht ;-).

Den Rückruf kann man in einem Freilaufgebiet wunderbar und echt einfach immer mal wieder in den Spaziergang einbauen. Leinenführigkeit wird geübt, wenn wir eh an der Leine unterwegs sind.

Kooperation als Voraussetzung

Damit das klappt, kooperiere ich mit meinen Hunden. Ich finde, man kann nicht erwarten, dass jeder Hund „einfach nur so“ immer gern auf dich als Halter hört und „stumpf“ Kommandos befolgt. Diese Streber gibt es sicherlich 😉 Meine gehören aber nicht dazu.

Genauso wenig will ich ständig am Halsband oder Geschirr meiner Hunde herumzerren müssen. Das ist für mich nervig und für meine Hunde früher oder später auch einfach mal schmerzhaft. Und entspannter ist es sowieso, wenn das Ganze „Hand in Pfote“ klappt.

Auf Kooperation springen meine Beiden furchtbar gern an. Am besten klappt das mit ein paar kleinen Leckerchen, die ich in der Jackentasche oder im Futterbeutel mit mir trage und die immer dann zum Einsatz kommen, wenn Kooperation erforderlich ist – zum Üben oder in oben beschriebenen Situationen.

Das betrifft einerseits das Üben der Leinenführigkeit und des Rückrufs, als auch das Warten am Straßenrand bis wir die Straße passieren können, das Vorbeigehen an anderen Hunden und und und.

Lob und Futterkooperation – darauf fahren meine beiden Hunde ziemlich ab. Und je intensiver ich das teilweise übe, umso deutlichere Veränderungen bemerke ich dann in „echten Situationen“. Das beginnt beim Blickkontakt der Hunde und geht bis dahin, dass ich manchmal gar nichts sagen muss und meine Hunde schon vorher wissen, was ich gleich von ihnen möchte.

Souveränität als verlässliches Band

In diesem Zuge möchte ich auch nochmal auf das Thema „Souveränität“ eingehen. Für mich leitet sich das aus der Kooperation mit dem Hund ab. Ich kooperiere ja mit meinem Hund, damit ich eine Situation vorausschauend lösen kann – zugunsten meiner Hunde und zu meinen Gunsten.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass Hunde sich auf ein souveränes Verhalten eintstellen und sich früher oder später darauf verlassen, dass man beispielsweise Hundebegegnungen mit anderen Hunden souverän lösen kann.

Das wohl beste Beispiel hierfür sind Begegnungen mit fremden Hunden. Vor allem meine Hündin weiß mittlerweile, dass ich sie nicht immer mitten durch so eine Situation schicke „komme was wolle“ und sie am Ende das Ganze selbst lösen muss. Sie weiß, kooperiert sie mit mir und bleibt sie an meiner Seite, halte ich uns als Rudel auch andere fremde Hunde vom Leib – durch einen großen Bogen oder warten in sicherer Entfernung. Ganz nach dem Motto „ich mach das schon“. Am Ende der Gassirunde sind wir damit wesentlich entspannter am Ziel.

Fazit

Üblicherweise brauche ich für die Gassirunden mit meinen Hunden eben nicht „viel Muskelkraft“, wie es so oft vermutet wird, um 2 Hunde an zwei Leinen halten zu können. Es bedarf vor allem an Aufmerksamkeit, vorausschauendem Verhalten und Miteinander mit den Hunden.

Wie siehst du das? Und was sind deine Tipps für entspannte Gassirunden? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

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