Öl für Hunde – warum Öle für deinen Hund wichtig sind

In den letzten 2 Wochen wurde es ja wieder ein wenig sonniger und trockener. Um für etwas Beschäftigung und Spaß beim Füttern meiner beiden Hunde zu sorgen, bin ich deshalb wieder dazu übergegangen, Sunny und Pan zu füttern, indem ich ihr BARF-Fleisch im Garten an mehreren Stellen verstecke. Die Beiden dürfen natürlich dabei zusehen und finden es großartig, nach meinem Signal den Garten gründlich nach ihrem Futter zu durchschnüffeln.

Damit habe ich direkt ein paar Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Beschäftigung, Fütterung, Suchspaß und fröhliche Hunde in einem. Perfekt. Leider funktioniert das nicht jeden Tag.

Denn besonders beim BARFen muss ich sicherstellen, dass die Beiden neben ihren Fleisch-, Knochen und -Knorpelrationen auch andere Zusätze in ausreichender Menge zu sich nehmen. Und deshalb wird mindestens 3 Mal die Woche auch „ganz normal“ aus dem Napf gefressen. Suchen die Beiden sich draußen das Futter eigenständig zusammen kann ich nur schlecht sicherstellen, wer wieviel und wovon frisst.

In einem Artikel hatte ich mich ja schon mal ausführlicher damit beschäftigt, welche Nahrungsergänzungen besonders beim BARFen für Hunde wichtig sind. In einem weiteren Artikel ging es ganz konkret um das Lachsöl für Hunde. Doch mit Lachsöl allein ist es auch nicht getan, weswegen ich mich nun mal eingehender mit verschiedenen Ölen für Hunde beschäftigen möchte.

Warum sind Öle für Hunde wichtig?

Warum der Hund Öle benötigt und wie genau das seiner Gesundheit gut tut, erfährst du entweder in meinen Artikeln, die ich oben verlinkt habe oder in der großen Ölkunde von Seitz-Barf.

Grundlegend geht es bei der Aufnahme von Ölen immer darum, Energie und bestimmte Fette aufzunehmen, die für eine gesunde Haut, gesundes Fell und die Freisetzung von Vitaminen wichtig sind.

Die Vitamine der Karotte können bei Hund und Mensch beispielsweise nur dann vom Körper aufgenommen werden, wenn sich auch bestimmte Fette in der Nahrung befinden. Anders rutschen die guten Vitamine der Karotte quasi einmal durch den Körper und haben leider nichts gebracht.

Welche Öle tun deinem Hund gut? Und was füttere ich meinen Hunden?

Öle für HundeLachsöl / Fischöl

Lachsöl bzw. Fischöl gehören bei uns zur Standard-Ausstattung. Es landet mindestens einmal pro Woche im Futter und versorgt meine Hunde mit Omega-3-Säuren. Besonders meine ältere Hündin Sunny benötigt diese Omega-3-Säuren, da ihre Haut und ihr Fell schneller zur Trockenheit und damit auch zu Juckreiz neigen.

Leinöl

Auch sehr gern im Futter landet bei uns das Leinöl. Es wird aus Leinsamen gepresst und enthält ebenfalls einen hohen Anteil an Omega-3-Säuren. Leinöl wird außerdem nachgesagt, besonders bei Allergien und Ekzemen, sowie Entzündungen im Verdauungstrakt hilfreich zu sein.

Olivenöl

Olivenöl gibt es für meine Hunde eher selten. Es ist nicht ganz so reich an ungesättigten Fettsäuren und kommt eigentlich nur in den Napf, wenn die anderen Öle mal leer sind.

Walnussöl

Walnussöl gibt es bei uns auch ab und an. Es ist zwar ziemlich reich an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, jedoch ist Walnussöl auch ziemlich teuer und meist nur in kleinen Fläschchen zu bekommen. Und bei zwei großen Hunden braucht man grundlegend schon etwas mehr Öl – ca. einen Teelöffel/3 Gramm pro 10kg Hund und Tag. Das macht bei uns im Schnitt direkt mal 7 Teelöffel am Tag. Deswegen gibt es das „gute“ Walnussöl alle 14 Tage mal in den Napf.

Rapsöl

Ein weiteres echt gutes Öl ist das Rapsöl. Aber bitte ohne zusätzliche Aromastoffe. Gern wird Rapsöl auch mit Zitronenaroma, Chilli- oder Basilikumaroma verkauft. Wir sprechen hier vom reinen Rapsöl. Ein tolles Öl, das sehr reichhaltig als Omega-3-Säuren ist.

Kokosöl

Sehr gern benutze ich auch immer wieder Kokosöl. Das kommt nicht nur ins Futter, sondern in der Zeckenzeit auch gern mal direkt aufs Fell der Hunde. Kokosöl wird nachgesagt, dass es den Zecken quasi „den Appetit verdirbt“ sich am Hund festzubeißen. Außerdem schmeckt es meinen Hunden auch sehr gut und innerlich soll es außerdem gegen Würmer und Parasiten helfen.

Die Meinungen gehen hier stark auseinander. Meine Erfahrung ist jedoch, dass sich definitiv kaum bis gar keine Zecken mehr an meinen Hunden befanden seit ich sie regelmäßig mit Kokosöl eingerieben hatte. Mit Würmern oder anderen Parasiten hatten wir ebenfalls keine Probleme, wobei ich neben dem Kokosöl auch ein Mal jährlich entwurme. (Empfohlen wird die Entwurmung alle 3 Monate. Das ist mir persönlich jedoch zuviel Chemiekeule in kurzem Abstand und war bislang bei meinen Hunden auch nicht nötig).

Kokosöl findest du im Supermarkt oder der Drogerier übrigens nicht in der „Öl-Ecke“, sondern meist bei den Bio-Produkten. Es ist auch kein flüssiges Öl, sondern eher fest und weiß. Flüssig wird es erst auf der Hand.

Mein Fazit – Abwechslung und individuelle Beobachtung und Erfahrung

Meine Erkenntnis in Sachen Öl über die letzten Jahre hinweg ist eigentlich vor allem, dass Öle definitv ein fester Bestandteil der BARF-Ernährung sein müssen. Dabei sollte aber nicht immer nur ein Öl, sondern am besten eine Auswahl an Ölen Bestandteil der Ernährung sein. Sie sind wichtig für gesunde Haut und gesundes Fell, aber ebenso für die Aufnahme von Vitaminen.

Dass man den eigenen Hund dabei gut beobachtet und die Menge des Öls auf Aktivität, Gewicht und Gesundheitszustand anpasst, sollte selbstverständlich sein. Besonders in der Zeit des Fellwechsels kann es hilfreich sein, die Menge ein klein wenig zu erhöhen, um den Fellwechsel zu unterstützen.

Auch bei älteren Hunden kann eine Anpassung der Menge notwendig werden, weil sich der Stoffwechsel und die Verdauung schlichtweg ein wenig verändern und damit auch die Aufnahme der Nährstoffe.

Und bei Hunden, die Gewicht verlieren sollen, sollte das Öl nicht komplett aus dem Speiseplan gestrichen, sondern lediglich etwas reduziert werden. Meist sind Hunde ja auch nicht übergewichtig, weil sie einen Teelöffel zuviel Öl bekommen haben, sondern weil die Ernährung in anderer Hinsicht „schief lief“.

In diesem Sinne. Fröhliches und gesundes Füttern 🙂

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

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