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So kann man das Alter eines Hundes bestimmen
Als wir unsere Sunny 2010 aus dem Tierheim holten, sagte man uns, dass man ihr Alter auf ca. 8 Jahre schätzen würde. Leider gab und gibt es zu Sunny keine aussagekräftigen Papiere und erst recht keine verlässliche Aussage eines Vorbesitzers, da sie bereits im zweiten Tierheim untergebracht und schon einmal vermittelt wurde. Schon nach ziemlich kurzer Zeit hielten wir diese Schätzung für nicht ganz stimmig – dies begründete sich einerseits in ihrer physischen Konstitution und ihrer beachtlichen Agilität, aber auch unsere Tierärztin schätzte sie jünger ein – ca. auf 5 bis 6 Jahre. Genau wissen wir das leider bis heute nicht.
Faktoren zur Bestimmung des Hundealters
Das Alter des Hundes kann (wie bei uns Menschen auch) grob über verschiedene äußerliche Faktoren bestimmt werden. Nur ist es bei Hunden ein klein wenig schwieriger.
Die Zähne
Ab einem Alter von ca. 7 Monaten haben Hunde ein voll entwickeltes und permanentes Gebiss. Alles was frisch und neu ist, glänzt und sieht noch recht “unverbraucht” aus. So ist es auch mit den Zähnen der Hunde. Hat ein Hund noch glänzend weiße Zähne, kann mann annehmen, dass er ca. ein Jahr alt ist. Haben die Zähne bereits eine leicht gelbe Farbe angenommen, ist es möglich, dass der Hund bereits ca. 1 bis 3 Jahre alt ist. Ist erster Zahnstein und eine leichte gelbe Färbung zu erkennen, so nimmt man an, dass der Hund zwischen 3 und 5 Jahren (oder mehr) alt ist. Fehlende, kaputte oder erkrankte Zähne weisen meist auf ein höheres Alter des Hundes hin und sollten tierärztlich behandelt werden.
Die Muskulatur
Grundlegend kann man annehmen, dass die Muskeln jüngerer Hunde stärker definiert sind, da sich jüngere Junge wesentlich mehr bewegen. Ältere Hunde sind ab und an dicklicher und besitzen weniger definierte Muskelbereiche. Aber auch das muss in Abhängigkeit zur Rasse gesehen werden. Manche Hunderassen sind von Haus aus muskulöser, andere wiederum zierlicher.
Das Fell
Jüngere Hunde haben in der Regel weicheres und feineres Fell als ältere Hunde. Ältere Hunde tendieren eher zu dickerem und rauerem Fell, manchmal kann es auch talgig oder ölig werden bzw. sich so anfühlen. Außerdem bekommen viele ältere Hunde über die Jahre hinweg mehr graue Haare. Dies zeigt sich besonders im Bereich der Nase. Man muss jedoch auch erwähnen, dass die Konstitution des Fells auch eine Ernährungssache ist. Gleiches gilt für die Entwicklung der Zähne. Hunde, die nicht ausgewogen und gesund ernährt werden, können diese “Altersymptome” bereits recht frühzeitig entwickeln.
Die Augen
Klare und glänzende Augen, die nicht tränen oder permanent Sekrete absondern, sprechen in den meisten Fällen auch für einen jüngeren Hund. Während trübe und unklare Augen häufig für ein höheres Alter stehen. Aber auch an dieser Stelle muss man sagen, dass diese Symptome auch auf das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Ernährung eines Hundes zurückzuführen sind. Abgesonderte Sekrete sind nicht immer Zeichen eines hohen Alters, sondern können auch krankheitsbedingt sein.
Das Alter des Hundes in Hundejahren
Eine weit verbreitete Annahme ist es, dass jedes Hundejahr wie 7 Menschenjahre zählt. Betrachtet man jedoch die Entwicklungskurve eines Hundes kann man sagen, dass dieser Prozess in den ersten beiden Hundejahren wesentlich schneller verläuft, als bei einem Menschen. Außerdem variiert diese Art der Umrechung je nach Größe des Hundes. Man könnte auch grob zusammenfassen “Größere Hunde altern in Menschenjahren gerechnet schneller”.
Ein schönes Chart hat man dazu bei Quirk Books entwickelt. Hier kann man recht einfach das Alter des Hundes in Menschenjahren ablesen.
Schlagwörter: alte Hunde, Alter, Augen, Fell, junge Hunde, Muskulatur, Zähne


