5 wichtige Dinge, die man beim Welpenkauf beachten sollte

Sich einen Welpen zuzulegen ist nicht nur eine Entscheidung, die man im Hinblick auf das eigene Leben sehr gründlich überlegen sollte. Auch beim Kauf eines Welpen gibt es allerhand wichtige Dinge zu beachten. Ein wichtiger Faktor ist, woher der Welpe kommt und wie er in den ersten Wochen seines Lebens aufgewachsen ist.

Sich einen Welpen zuzulegen ist nicht nur eine Entscheidung, die man im Hinblick auf das eigene Leben sehr gründlich überlegen sollte. Auch beim Kauf eines Welpen gibt es allerhand wichtige Dinge zu beachten. Ein wichtiger Faktor ist, woher der Welpe kommt und wie er in den ersten Wochen seines Lebens aufgewachsen ist. 

Wie einige von Euch sicherlich schon wissen, haben wir unser Sunny vor 2 Jahren aus dem Tierheim zu uns geholt. Pan, unser Rüde, kam im Sommer diesen Jahres zu uns. Damit haben beide sehr unterschiedliche Vorgeschichten und damit verbundene Eigenheiten und Eigenschaften, auf die wir uns einstellen mussten.

Während wir bei  unserer Einzelkämpfer-Sunny sehr stark an Beziehung und Vertrauen arbeiten mussten, um ihr Sicherheit und damit Gelassenheit in ihrem mittlerweile schon dritten Zuhause zu ermöglichen, waren und sind bei unserem 5 Monate jungem Rüden andere Punkte wichtig. Dazu zählt zwar auch die Beziehungsarbeit, aber eben auch das Erlernen von einigen grundlegenden Dingen – z.B. Grundkommandos, Körperpflege, Stubenreinheit, Schlafplatz, Spielverhalten, Bindung, Sozialisierung uvm..

Hin wie her existieren dennoch einige Gemeinsamkeiten. Und die beginnen bereits bei der Vermittlung bzw. Anschaffung eines Hundes.

Seriöse und unseriöse Welpenvermittlung

WelpenvermittlungDer Hund ist eines unserer liebsten Haustiere. Dementsprechend häufig wird mittlerweile auch im Internet nach zu vermittelnden Hunden gesucht. Neben sehr guten und seriösen Angeboten von Züchtern, Tierheimen und anderen „Hunde-Vermittlern“, stößt man im Netz aber auch recht schnell auf ziemlich unseriöse Vermittlungsangebote.

Gibt man bei Google einfach mal den Begriff „Unseriöse Hundevermittlung“ ein, wird man mit Geschichten und Warnungen regelrecht überhäuft.

Unter anderem rief Tasso aufgrund dessen die Aktion „Wühltischwelpen – Nein, Danke!“ auf den Plan und versucht mit dem Projekt bzw. Online Tierheim shelta, welches in Zusammenarbeit mit Tierheimen und Tierschutzvereinen entstanden ist, dem „Züchten“ und Verkaufen von Welpen durch unseriöse Tierhändler entgegen zu wirken.

5 Dinge, die man bei der Welpenvermittlung beachten sollte.

Dabei muss man bei der Anschaffung eines Welpen bzw. erwachsenen Hundes nicht nur auf Glück hoffen, sondern kann seinen eigenen kleinen Beitrag dazu leisten, dem nicht seriösen Handel von Hunden, der in der Regel unter ziemlich schrecklichen Bedingungen für die betroffenen Hunde stattfindet, nicht zu unterstützen.

  1. Die Elterntiere bzw. das Muttertier
    Einer der ersten Blicke sollte auf das Muttertier geworfen werden. Ist die Mutter der Welpen nicht am gleichen Ort, sollte das schon das erste Warnsignal sein, denn Welpen sollten mindestens bis zur 8 Woche bei der Mutter aufwachsen – optimalerweise auch darüber  hinaus.Wenn man die Mutter sehen kann, sollte man sie einige Zeit in ihrem Umgang mit den Welpen beobachten. Eine „echte“ Mutter geht in der Regel liebevoll mit ihren Welpen um, lässt diese an den Zitzen saugen etc.. Zeigt die Hündin jedoch gar kein Interesse an den Welpen oder verstösst diese gar, kann man eigentlich schon davon ausgehen, dass einem hier nur eine „Alibi-Mutter“ präsentiert wird.Hat man den Eindruck, dass es sich um das Muttertier handelt, so sollte man sich ein genaueres Bild vom Gesundheits- und Gemütszustand der Hündin machen. Macht sie einen gesunden und gepflegten Eindruck? Wie sieht ihr Fell aus? Wie sehen die Augen und die Krallen aus? Hat sie Wunden oder scheint sie aphatisch oder gar aggressiv zu sein? Dann sind auch das erste Warnsignale.
  2. Die Welpen
    Genauso wichtig ist natürlich auch, welchen Eindruck die Welpen selbst machen.  Wie wirken die Welpen? Gesund, fit und fidel? Oder eher abgemagert oder aufgebläht, apathisch oder merkwürdig? Wie sieht ihr Fell aus und wie fühlt es sich an? Ist es flauschig, glänzend und sauber? Oder eher dreckig und stumpf? Wird ihnen genügend Wasser und Futter bereitgestellt? Auf welchem Untergrund bewegen sie sich? Wie agieren sie untereinander und mit anderen Lebewesen?Wenn man das Verhalten von Welpen selbst nicht so gut einschätzen kann bzw. erstmals mit Hunden in Kontakt kommt, sollte man sich dazu in jedem Fall eine(n) Bekannte(n) mitnehmen, der dies aus eigener Erfahrung ein wenig einschätzen kann.
  3. Wo und wie wird der Hund vermittelt?
    Wichtig ist auch  der Ort, an dem der Welpe bzw. erwachsene Hund verkauft / vermittelt wird. Es sollte definitiv einen Unterschied machen, ob man den Züchter bzw. Hundevermittler direkt besuchen und Einblick in den Lebensraum der Hunde erhalten kann oder ob die Übergabe „mal eben schnell“ auf einem Parkplatz, Markt, Hinterhof oder anderen Orten erfolgen soll, die für den Hundehandel nicht gerade prädestiniert sind. Sobald das der Fall ist und man auch auf Nachfrage keinen Einblick in den Lebensraum erhält: Finger weg!Wenn man sich direkt beim Züchter befindet, sollte man mal einen Blick darauf werfen, wie viele Rassen dieser züchtet. Bei mehr als zwei Rassen wirkt das Angebot schon leicht unseriös.Werden zudem verkaufsfördernde Maßnahmen wie Ratenzahlung, Rabatt, Finanzierung & Co. angeboten, sollte man sich schleunigst vom Gedanken verabschieden, dort einen Hund zu kaufen – denn damit geht es ausschließlich um Gewinnmaximierung, nicht um die artgerechte Haltung und seriöse Hundevermittlung.
  4. Werde ich gefragt? Was werde ich gefragt?
    Ein seriöser Züchter oder auch privater Hundevermittler ist in der Regel sehr daran interessiert, dass der Nachwuchs in gute, fürsorgliche und treue Hände abgegeben wird. Kein Züchter möchte seine Hunde kurze Zeit später in einem Tierheim oder vernachlässigt wissen.Deswegen sollte man sich nicht peinlich berührt fühlen, wenn man nach den eigenen Verhältnissen gefragt wird, sondern dies als gutes Zeichen nehmen, dass es dem Vermittler wichtig ist, wie der Welpe zukünftig aufwächst.Interessiert es denjenigen herzlich wenig, kann man eigentlich schon fast davon ausgehen, dass es bei der Vermittlung schlichtweg darum geht, mit den Hunden Geld zu verdienen.
  5. Kaufvertrag, Impfungen, Chip
    Ein seriöser Züchter oder Tiervermittler „liefert“ mit der Übergabe des Welpens direkt einen Kaufvertrag, Impfpass (mit allen wichtigen Impfungen) und die Chipnummer mit. Der Kaufvertrag sollte Namen und Anschrift von Käufer und Verkäufer enthalten, sowie den zu zahlenden Kaufpreis für den Welpen.Außerdem lohnt sich ein Blick in den Impfpass. Welche Impfungen wurden durchgeführt und welche stehen noch an? Diese konkrete Auskunft sollte der Vermittler / Züchter in jedem Fall geben können.

Fazit zur Welpenvermittlung

WelpenvermittlungMit der Vermittlung von Welpen wird sehr viel Schindluder betrieben. Für viele sind die Methoden und Machenschaften unseriöser Hundevermittler nicht leicht und schnell zu durchblicken, da beim Anblick kleiner Welpen unter anderem auch der Mitleidsfaktor eine wesentliche Rolle spielt und jene Händler gern mit Druckmethoden arbeiten.

Doch bei allem Mitleid sollte man sich darüber im Klaren sein, dass man mit dem Kauf eines Welpen bei einem Vermittler, der unseriös erscheint, dieses „Konstrukt“ nur weiterhin unterstützt und damit ebenfalls dafür sorgt, dass unnötig weiterhin Muttertiere als regelrechte Gebärmaschinen missbraucht werden und weiteren Welpen einen mehr als bescheidenen Start in das Hundeleben beschert, da sie nur geboren werden, um Gewinne zu erzielen.

Solch einen Welpen einem unseriös erscheinendem Welpenvermittler nicht abzukaufen, ist jedoch nur ein Schritt, den man gehen kann. Man kann und sollte jedoch wesentlich mehr tun. Die Möglichkeiten erstrecken sich von der Anzeige des Welpenhändlers, dem in Kontakt treten mit Tierschutzorganisationen bis hin zum öffentlich Machen. Details hierzu gibt es auf dieser Seite bei Tasso.

Auch wir hatten ein paar Bedenken als wir den Wurf besuchten, aus dem unser Pan stammt. Dabei handelte es sich um einen „privaten Wurf“ eines entfernten Bekannten. Da uns jedoch überall Einblick gewährt worden ist, uns alle Fragen beantwortet und auch wir sehr detailliert und ausführlich gefragt wurden, wie und wo Pan aufwachsen würde und wie viel Hundeerfahrung wir mitbringen, als auch ein Kaufvertrag mit Kontaktmöglichkeiten beider Seiten aufgesetzt wurde und Impfpass und Chip vorhanden waren – und vor allem der Wurf und das Muttertier einen körperlich und psychisch sehr guten Eindruck machten, entschieden wir uns dafür, Pan aus dem Wurf mit in „unser Rudel“ aufzunehmen. 

Wie steht es mit Euch? Welche Erfahrungen habt ihr mit der Vermittlung von Welpen? Woher habt ihr Eure Welpen? Und warum habt ihr Euch gerade für diesen Welpen aus diesem Wurf entschieden? 

Mehr Informationen zum Welpenhandel

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

  1. Mainhardt Nusret 27. Februar 2015 at 21:40

    Hallo ich hätte da paar Frage zu meinen vorstehenden Welpen kauf. Bitte melden! Gruß

    Antworten

  2. Man kann nur empfehlen, sich Zeit zu lassen und auf den Hund zu warten.
    Ich denke, die meisten „Fehlkäufe“ entstehen weil man jetzt und sofort einen Welpen haben möchte.

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