Erfolgreich Barfen – 5 Geheimnisse

hund barfBarfen ist nicht so einfach wie viele Hundebesitzer meinen. Die Tücken stecken in den Details. Viele Hunde haben Probleme mit der Umstellung von Fertigfutter auf „natürliche Kost“. Oft ist Hundefutter mit Geschmacksverstärkern versetzt und sehr anspruchslos an die Verdauung. Wie würden Sie sich fühlen, wenn man Sie jahrelang mit Brei und Püriertem ernährt und plötzlich vor ein großes Steak setzt? Haben Sie Verständnis, wenn Ihr Hund das neue Futter am Anfang nicht genauso begeistert wie Sie.
  1. Das richtige Fleisch

    Das A und O ist die Auswahl des richten Fleisches. Ihr Hund stellt keine optischen Ansprüche an sein Futter, seine Nase ist aber sehr empfindlich und findet „schlechtes“ Futter zuverlässig. Frische „Schlachtabfälle“ eignen sich wunderbar zum Barfen.

    Sprechen Sie am besten mit ihrem örtlichen Metzger. Dieser wird Ihnen sicher weiterhelfen können, wenn es um die Auswahl eines passenden Lieferanten geht.
    Für die Rohfütterung eignet sich Rindfleisch, Geflügelfleisch, Wild, Fleisch vom Lamm oder dem Pferd.

    Streichen Sie rohes Schweinefleisch restlos vom Speiseplan! Es kann den Aujetzky-Virus enthalten. Dieser Virus ist für den Menschen ungefährlich, für Hunde und Katzen aber tödlich. Vergessen Sie die Innereien und die Knochen nicht. Gerade Knochen sind wichtig für die Kalziumzufuhr.

  2. Öle


    Fleisch aus Massentierhaltung enthält etwa zwanzig Mal weniger Fettsäuren als das Fleisch von wilden Tieren. Daher ist es empfehlenswert Öle für die Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ins Futter zu mischen.

    Egal welches Öl Sie verwenden, es sollte von guter Qualität sein. Am besten kalt gepresst und aus ökologischem Anbau. Kaufen Sie kleine Fläschchen und wechseln immer wieder mal die Sorten.

    Am besten eigenen sich Fischöl, Hanföl oder Leinsaatöl (Allergiegefahr!).

     

  3. Obst und Gemüse

    Wie auch der Mensch braucht der Hund Vitamine aus Obst und Gemüse. Ursprünglich hat der Hund den Magen des Beutetiers mit gefressen und sich so Versorgt. Heute sollten Sie reifes Gemüse und Obst pürieren (nicht kochen!) und unter das Futter mischen.

    Für die Fütterung eignet sich alles, außer rohe Kartoffeln, rohe Bohnen, Tomaten, Avocados, Auberginen, Weintrauben/Rosinen, Quitten, Holunderbeeren, Zwiebeln, Rettich und Hülsenfrüchte.

  4. Zeit

    Nehmen Sie sich Zeit, die Futterumstellung vorzubereiten. Legen Sie einen kleinen Vorrat des neuen Futters an und informieren Sie sich umfassend. Bei kranken oder alten Hunden sollten Sie vorher noch mal mit Ihrem Tierarzt sprechen.

    Manche Hunde mögen anfangs kein rohes Fleisch oder verweigern das neue Futter komplett. Hier empfiehlt es sich, das Futter langsam umzustellen. Reduzieren Sie das alte Futter jeden Tag ein bisschen und geben dafür immer mehr neues Futter hinzu. So gelingt die Umstellung bestimmt.

  5. Nahrungsergänzungsfutter

    Die Bedürfnisse Ihres Hundes sind sehr komplex, deshalb ist es gerade bei der Futterumstellung oder bei besonderen Belastungen (Reise, Umzug, Wettbewerbe, Trächtigkeit) empfehlenswert ein Nahrungsergäzungsfutter für Hunde zuzufüttern. Sobald Ihr Hund sich an das neue Futter gewöhnt hat und Sie einige Sicherheit mit dem Barfen gewonnen haben kann das Mittel wieder langsam abgesetzt werden.

    Komplexmittel machen es sehr einfach eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen, da hier nur ein Mittel am Tag gefüttert wird. Wenn Sie die Mischung individueller Gestalten wollen können Sie spezielle Zusätze zum Barfen bequem online kaufen.

Viel Erfolg bei der Umstellung! Es gibt mittlerweile viel Fachliteratur und auch Ihr Tierfutterhändler oder Tierarzt wird Ihnen helfen können.
Wie ist es Ihnen bei der Futterumstellung ergangen?
Bildquelle: pixabay.com
Erfolgreich Barfen – 5 Geheimnisse
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Jasmina

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

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