Hund oder Sicherheitstechnik – Was schützt besser vor einem Einbruch ?

Die Kriminalstatistik zu Einbrüchen in Deutschland aus dem Jahr 2014 zeigt: Wohnungseinbrüche sind keine Seltenheit. Im Gegenteil: alle vier Minuten wird hierzulande in ein Haus oder eine Wohnung eingebrochen. Immer häufiger auch mitten am Tag statt in der Nacht. Der Grund: die meisten sind am Tage bei der Arbeit und die Täter können sich nahezu ungestört Zugang zu Haus oder Wohnung verschaffen und sich um fremdes Hab und Gut bereichern. Nicht selten hört man in diesem Zuge auch „Ach, ich habe einen Hund – da bricht keiner ein“. Doch stimmt das wirklich? 

Kann ein Hund tatsächlich Sicherheitstechnik, wie spezielle Schlösser, Alarmanlagen und Videoüberwachung durch bloße Anwesenheit ersetzen? Oder ist das nur ein gefährlicher Trugschluss?

Kann „Hund“ vor einem Einbruch schützen?

Für Hundehalter wird es keine Neuigkeit sein: ob ein Hund sein Zuhause schützt und durch Bellen und Drohen Alarm schlägt, hängt ganz besonders von Rasse und Charakter des Hundes ab. Und selbst unter den „vierbeinigen Aufpassern“ gibt es Unterschiede.

So bringen beispielsweise Dobermann und Schäferhund ein Territorialverhalten mit, dass sie zu sehr guten Wachhunden für Grundstück, Haus und Wohnung macht. Andere Hunderassen – wie beispielsweise die Sennenhunderassen und auch der Kangal – sind typische Herdenschutzhunde, für die besonders zählt, ihr Rudel zu beschützen.

Viele andere Hunde hingegen sehen es nicht unbedingt als ihren Job an, Haus, Hof und Rudel zu beschützen und würden sich auch im Falle eines Einbruchs nicht unbedingt mutig zeigen – das ist völlig normal.

Damit lässt sich schon mal festhalten: Nein, nicht jeder Hund könnte vor einem Einbruch aktiv schützen. Es gibt aber Hunderassen, die dies durchaus als ihren Job betrachten und Rudel und Territorium durchaus verteidigen würden oder durch Verhalten und Bellen zumindest darauf aufmerksam machen, dass Gefahr in Verzug ist.

Die Außenwirkung eines Hundes

Dennoch muss man sagen, ist ein Hund im Haus für Einbrecher eine zusätzlich Hürde und ein unkalkulierbares Risiko. Insofern könnte man durchaus behaupten, dass die Anwesenheit eines Hundes, der noch dazu von der Statur etwas her macht, durchaus „Eindruck“ machen und den ein oder anderen Kriminellen abhalten kann.

Was kann Sicherheitstechnik?

Unter anderem im Rahmen der Initiative „Nicht bei mir!“ der Polizei wird immer wieder auf aktiven Einbruchschutz und die Möglichkeiten der modernen Sicherheitstechnik hingewiesen. Darin geht es um Aufklärung, welche Stellen einer Wohnung oder eines Hauses besonders einbruchgefährdet sind und wie diese so gesichert werden können, dass Einbrüche möglichst verhindert werden können.

Dabei stützt man sich vor allem auf das typische Verhalten eines Einbrechers. In der Regel ist es nämlich so, dass wenn das Einbrechen an sich für den Täter länger als 3 Minuten dauern sollte, der Einbruch meist abgebrochen wird.

Das bedeutet also, dass man den Einbruch an sich so stark erschweren sollte, dass der Täter bestenfalls nicht innerhalb der ersten 5 Minuten in Haus oder Wohnung gelangen kann.

Mit diesen Themen beschäftigen sich unter anderem auch auch Hersteller und Anbieter für Sicherheitstechnik von ABUS. Für das Eigenheim oder die Mietwohnung werden zum Schutz vor Einbruch und Diebstahl spezielle Türsicherheitstechnik, Fenstersicherheitstechnik oder auch Alarmanlagen, wie beispielsweise die Secvest 2Way ABUS Alarmanlage empfohlen, die sogar selbst installiert werden können.

Fazit – gut kombiniert – Hund & Sicherheitstechnik.

Halten wir also fest: unsere Fenster und Türen sicherer machen und dafür sorgen, dass der Einbruch an sich für den Täter länger dauert und dieser ihn hoffentlich abbricht – das kann der Hund nicht. Das kann nur gute Sicherheitstechnik. Noch dazu kommt der Fall, dass Mensch und Hund auch nicht unbedingt immer Zuhause sind – und wer schützt dann die Wohnung?

Aber: abschrecken kann ein Hund. Ob nun optisch oder akustisch. Würde mich ein eindringliches Bellen überraschen, würde ich jedenfalls relativ schnell das Weite suchen.

Offen gestanden möchte ich persönlich auch nicht die Erfahrung machen müssen, was genau passiert, wenn unsere Hunde auf einen ungewollten Gast treffen. Auch ich bin mir ziemlich sicher, dass sie definitiv nicht „klein beigeben“ würden, aber wer möchte das schon gern provozieren?

Daher kann man eigentlich nur sagen: das Optimum an Sicherheit besteht wahrscheinlich nur dann, wenn man einen oder mehrere gute vierbeinige Freunde hat, die es als ihren Job betrachten, Haus und Rudel zu beschützen und dadurch erst einmal etwas „Eindruck machen“ – und Haus oder Wohnung zusätzlich durch entsprechende Sicherheitstechnik geschützt sind.

Bild: pixabay.com

 

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Jasmina

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

  1. Schöne Gegenüberstellung. Ich vertraue meinem Hund, auch oder gerade, weil er recht leicht aus der Ruhe zu bringen ist. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das auch sehr abhängig von der Rasse des hundes ist. Ein lieber und verfressener Labrador eignet sich in den seltesten Fällen als Ersatz für die Alarmanlage 😉

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  2. Meine 2 Kuscheltiger würden einen Einbrecher im Leben nie attackieren bzw. abhalten. Eventuell würde der Einbrecher eventuell erstmal von der Tatsache das Hunde auf dem Hof sind erschrocken sein.
    Viele Grüße

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