Nahrungsergänzung & BARF-Zusätze – was dein Hund braucht, um ein glücklicher und gesunder Hund zu sein

Schon oft habe ich hier im Blog zum Thema BARF geschrieben. Natürlich nicht ohne Grund, denn meine beiden Fellnasen werden ebenfalls „biologisch, artgerecht, frisch und roh“ ernährt. Zum BARFen kam ich eher zufällig, da meine Hündin Sunny seit dem ersten Tag als sie bei mir einzog Probleme mit Durchfall und Blähungen hatte. Und das nicht mal eben ein bisschen, sondern schon so, dass man sich ernsthaft Sorgen machen musste. Nachdem beim Tierarzt alles abgeklärt war, entschied ich mich, Sunny anders zu füttern. Ich testete vorerst einige Hundefutter-Sorten aus (nass und trocken), doch irgendwie führte nichts zu dem gewünschten Ergebnis, dass Ihre gesundheitlichen Probleme komplett ausblieben.


 

BARFen war damals noch eine eher „neue“ Sache in der Hundeernährung – zumindest nicht so weit verbreitet wie jetzt. Ich informierte mich im Internet und kaufte mir einige BARF-Bücher, um mehr darüber zu erfahren. Und ja: ich empfand diese Fütterungsweise auch erst einmal ziemlich aufwändig.

Aber: Sunny sollte es ja wieder besser gehen und so probierte ich es einfach mit ihr aus. Eines der Bücher, das mir dabei am besten weitergeholfen hat, war übrigens „BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde“ von SwanieNahrungsergänzung & BARF-Zusätze - was dein Hund braucht, um ein glücklicher und gesunder Hund zu sein Simon. Also ging ich los und fand gleich in der Nähe einen BARF-Shop, ließ mich dort auch nochmals beraten und los ging es.

Das Ergebnis war erstaunlich. Sunny hatte bereits nach 3 Tagen kaum noch Durchfall und Blähungen und sie schien sich selbst wesentlich wohler zu fühlen. Ihr Fell wurde mit der Zeit immer weicher und glänzender. Sie war gut drauf und irgendwie gelassener. Die Veränderungen waren eindeutig und das schon nach sehr kurzer Zeit.

Da lag die Entscheidung nicht weit, Sunny weiterhin BARF zu ernähren. Als dann ein paar Jahre später auch Pan als Welpe zu uns kam, war ebenfalls klar, dass er auf gleiche Weise ernährt werden sollte.

Heute empfinde ich das BARFen überhaupt nicht mehr als aufwändig. Ich habe eine gewisse Routine drin, muss nicht jedes Gramm mehr exakt berechnen und abmessen. Und darauf zu achten, dass meine Beiden ausgewogen und vielfältig ernährt werden, ist auch keine Wissenschaft mehr. Die Handgriffe, die man tun muss, sind natürlich ein paar mehr als „Dose auf“ oder „Trockenfuttertüte öffnen“, aber es ist längst nicht so ein Brimborium, wie es sich viele vorstellen.

Lachsöl, Leinöl & Co.

lachsoel fuer HundeÖle sind ein wesentlicher Bestandteil der BARF-Fütterung. Sie enthalten nämlich Fette, die in den Fleischrationen so nicht vorhanden sind, die Hunde aber für ein gesundes Dasein benötigen. Dazu gehört unter anderem das Lachsöl.

Es enthält essentielle Fettsäuren (bspw. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) – also lebenswichtige Fettsäuren für den Hund. Bekommt dein Hund diese Fettsäuren über einen gewissen Zeitraum nicht, dann können Mangelerscheinungen auftreten. Diese Mangelerscheinungen können trockenes Fell und juckende Haut sein.

Deshalb Regel 1: solche Fettsäuren musst Du Deinem Hund bei einer BARF-Fütterung zusätzlich unter das Futter mischen. Mehr dazu erfährst du in meinem Artikel zu den Lachsölen für Hunde. 

Mineralien, Gemüse, Obst, Kräuter & Vitamine

gemuese und obst fuer hundeNeben den Fetten benötigt Dein Hund natürlich auch Vitamine und Mineralien. Doch wo kommen die her, wenn Sie nicht ausreichen im rohen Fleisch vertreten sind? Genau: aus bestimmten Gemüse- und Obstsorten, die Hunde gut vertragen und fressen dürfen und aus Zusatzfuttermitteln.

Neben diversen Obst- und Gemüsesorten, die ich meinen beiden regelmäßig püriert ins Futter gebe, kommen auch noch Kräuter hinzu, die zusätzliche Vitamine und Mineralien enthalten, die Hunde benötigen. Wie viel davon gefüttert werden soll, ist eigentlich immer auf den jeweiligen Verpackungen vermerkt. Daran sollte man sich auch halten, denn viel hilft nicht immer viel.

Mit welchem Kräutermix Dein Hund am besten klar kommt, musst du ausprobieren. Es gibt da die unterschiedlichsten Zusammensetzungen und Größen und es gibt auch Kräutermixe, aus denen Du eine Art Tee für Deinen Hund brühen kannst – so einen Kräutermix findest du beispielsweise bei Pets Deli.

Flocken

Bei vielen „BARFern“ beliebt sind auch die sogenannten Futterflocken, die dem Hundefutter beigemischt werden können. Hierbei handelt es sich meist um getrocknetes Gemüse und Obst, die je nach Hersteller auch noch mit Kräutern vermengt sind. Da ich meist frisches Obst und Gemüse zugebe, sind solche Flocken bei uns nur mal an der Tagesordnung, wenn es echt schnell gehen muss.

Besondere Zusätze – für junge, alte und kranke Hunde

Da Sunny seit einigen Jahren mit Arthrose in den Vorderläufen zu tun hat, bekommt Sie zusätzliche kurzweise auch noch Grünlippmuschel und Teufelskralle.

hagebutteSolange es sich vermeiden lässt und ich es für Sunny vertreten kann, möchte ich die dauerhafte Gabe von Schmerzmitteln gern vermeiden. Das handhabe ich bei mir auch so, wenngleich die Entscheidung für einen Hund zu fällen etwas schwieriger ist, da sie mir nicht sagen kann, wann ihr was wie stark weh tut.

Möchte man ganz junge Hunde auf BARF umstellen, ist es außerdem auch notwendig, Calcium zum Futter hinzuzufügen, um Knochen und Gelenke im Wachstum zu unterstützen.

Neben diesen Zusätzen gibt es aber auch noch viele weitere, die für bestimmte Einsatzgebiete gedacht sind. Darunter unter anderem:

  • Hagebuttenschalen
  • Bierhefe
  • Algenkalk
  • Kollagen
  • Eierschalenmehl
  • Spirulina
  • Nachtkerzenöl
  • Seealgenmehl
  • usw.

Jetzt Du ..

Ernährst Du Deinen Hund auch mit BARF? Welche Erfahrungen hast Du damit bisher gemacht und welche Ergänzungsmittel fügst Du dem Futter Deines Hundes zu? Ich freue mich auf Eure Antworten!


 

Bildquellen: 

  • #62379920 Hundefutter – Trockenfutter, Nassfutter, Frischfleisch © grafikplusfoto
  • pixabay.com
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Jasmina

Posted by Jasmina

Hallo, mein Name ist Jasmina und ich bin die Autorin bei diehundewiese.de. Zu mir gehören 2 Fellnasen, die hier ebenfalls einer wichtigen Aufgabe nachgehen: sie sind meine Ideengeber! :-) Beruflich bin ich im Online Marketing selbständig und blogge zu diesen Themen auch unter Onlinelupe.de.

  1. […] einem Artikel hatte ich mich ja schon mal ausführlicher damit beschäftigt, welche Nahrungsergänzungen besonders beim BARFen für Hunde wichtig sind. In einem weiteren Artikel ging es ganz konkret um das Lachsöl für Hunde. Doch mit Lachsöl […]

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